Nachhaltigkeit

In der Immobilienprüfung variieren die Erfolgsfaktoren je nach Wohnimmobilienart. Grundlegende Elemente sind die Standortanalyse, die Bewertung des Bauträgers sowie die Einbindung einer qualifizierten Hausverwaltung.

Zusätzlich sind das Energiekonzept und die Nachhaltigkeit des jeweiligen Objekts wesentliche Aspekte, die zunehmend in den Fokus rücken und eine differenzierte Betrachtung verdienen.

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Nachhaltigkeit

5.1

Soziokulturelle und funktionale Qualität

Die soziokulturelle und funktionale Qualität von Immobilien trägt maßgeblich zur Lebensqualität der Bewohner bei und berücksichtigt dabei zentrale Aspekte der Wohn- und Gebäudegesundheit sowie Sicherheit und Komfort.

Wohngesundheit steht im Mittelpunkt: Eine hohe Innenraumluftqualität fördert das Wohlbefinden und minimiert gesundheitliche Risiken, während eine sorgfältige Trinkwasserhygiene sicherstellt, dass das Wasser frei von Schadstoffen und Keimen bleibt. Sommerlicher Wärmeschutz reduziert die Überhitzung der Räume und sorgt für ein angenehmes Raumklima auch an heißen Tagen. Gleichzeitig unterstützt eine optimale Tageslichtverfügbarkeit die mentale Gesundheit und senkt den Energieverbrauch.

Schallschutz sorgt für Ruhe und Privatsphäre, ein wichtiger Faktor für die Lebensqualität. Moderne Haustechnik steigert den Komfort durch intuitive Bedienung und einen hohen Informationsgehalt bei Steuerungssystemen.

Im Bereich der Sicherheit stehen präventive Maßnahmen gegen Einbruch sowie effektive Systeme zur Brandmeldung und Brandbekämpfung im Fokus, um Bewohner und Sachwerte optimal zu schützen.

Schließlich ist Barrierefreiheit ein zentraler Faktor, der sicherstellt, dass Gebäude für Menschen mit eingeschränkter Mobilität leicht zugänglich sind und allen Nutzern gleiche Möglichkeiten bieten.

Diese Faktoren zusammen machen eine Immobilie nicht nur funktional und komfortabel, sondern auch nachhaltig und zukunftsfähig.

5.2

Ökonomische Qualität

Die ökonomische Qualität von Immobilien wird maßgeblich durch die Lebenszykluskosten bestimmt. Hierzu zählen Anschaffungs-, Betriebs- und Instandhaltungskosten sowie Energie- und Rückbaukosten. Eine ganzheitliche Planung, die alle Phasen berücksichtigt, steigert die Wirtschaftlichkeit und langfristige Wertstabilität der Immobilie.

5.3

Ökologische Qualität

Die ökologische Qualität von Immobilien spielt eine zentrale Rolle für Nachhaltigkeit und Umweltbewusstsein. Eine optimierte Ökobilanz berücksichtigt das Treibhauspotential und den Primärenergiebedarf, während die dezentrale Erzeugung regenerativer Energie die Abhängigkeit von fossilen Ressourcen reduziert. Der Einsatz von Holz aus nachhaltiger Waldbewirtschaftung sowie wassersparende Armaturen fördern den Ressourcenschutz. Eine effiziente Flächenausnutzung trägt zudem zur Schonung von Boden und Natur bei.

5.4

Prozessqualität

Die Prozessqualität von Immobilien stellt sicher, dass alle Projektphasen reibungslos und zielgerichtet ablaufen. Eine klare Zielvereinbarung legt die Anforderungen fest und schafft Transparenz für alle Beteiligten. Die Gebäudeakte, ergänzt durch ein umfassendes Nutzerhandbuch, gewährleistet eine langfristige Dokumentation und erleichtert den Betrieb. Durch konsequente Qualitätssicherung wird sichergestellt, dass Planungs- und Bauprozesse den definierten Standards entsprechen und nachhaltige Ergebnisse liefern.